Es gibt die Goldmarie und die Pechmarie. Zumindest in Grimms Märchen.
Und dann gibt es noch die SandMarie. Die sitzt manchmal auf einer emiratischen Düne und lässt den Sand durch ihre Finger rinnen. So wie die Sandkörner herab, fließen dann gelegentlich Buchstaben durch ihren Sinn, welche sich zu Worten und Sätzen fügen: Über das Leben allgemein, das Leben als Expat in den Emiraten, über Menschen, Bücher (z.B. mein eigenes, s.o.), Erlebnisse....

Freitag, 25. April 2014

Emirat Sharjah: "Islamic Culture Capital" 2014

Sharjah  (auch: Schardscha) ist eines der sieben Emirate, aus denen die VEREINIGTEN Arabischen Emirate bestehen. Fährt man von Dubai Richtung Norden, gelangt man direkt hinein nach Sharjah City. Die Bauten der einne Metropole gehen so fließend in die andere über, dass man die geografische und verwaltungspolitische Grenzlinie gar nicht wahrnimmt.

Die Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (ISESCO), eine Unterorganisation der Islamischen Weltliga, hat beschlossen, dass Sharja „Hauptstadt der islamischen Kultur 2014“ sein soll. Entsprechend wurde ein großartiges Programm an Events auf die Beine gestellt.
Unlängst hatte "Cluster of Lights" (könnte man mit "Muster des Lichts" übersetzen) dort im neu gebauten Amphitheater Premiere. Obwohl komplett auf Arabisch vorgetragen, nahm es auch uns der Sprache Unkundige gefangen: Ein Oratorium agierendem Chor, Solisten, opulentem Bühnenbild, Filmeinblendungen, Videoclips sowie einer mehr als nur "opulent" zu nennenden Lichtshow, welche wie durch Zauberhand vielfarbige, changierende Muster über die Rückwände "wachsen", sich bewegen, verändern ließen. Das Universum mit seinen Galaxien, Wüstenstürme, Palmen im Wind einer Oase, ganze Städte und Burgen sowie märchenhafte Blumenmuster nahmen vor den Augen der staunenden Besucher so Gestalt an und vergingen wieder. Die kraftvolle und sinnliche arabische Musik nahm auch ohne Sprachkenntnisse gefangen. Eingespielt wurde der Soundtrack übrigens vom Filmorchester Babelsberg!

Arabisches Oratorium: "Cluster of Lights"



Dargestellt wurde eine Geschichte, die fast 1500 Jahre zurückliegt: Die Szenen rankten sich alle um das Leben von  Prophet Mohammed ab seiner Geburt in Mekka bis zum Tod in Medina - des Religionsbegründers des Islam.
Das Publikum bestand bei einer rein arabischsprachigen Vorstellung natürlich vor allem aus Einheimischen. Der Anblick so vieler Emiratis auf engem Raum war ein ganz eigener, denn an fast allen anderen Plätzen des Landes gehen sie ja in der Vielzahl der Nationalitäten, der Hautfarben und verschiendensten Kleidungsstile der buntgemischten Kulturen, die sich hier tummeln, ja beinahe etwas unter.

                                                          

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