Es gibt die Goldmarie und die Pechmarie. Zumindest in Grimms Märchen.
Und dann gibt es noch die SandMarie. Die sitzt manchmal auf einer emiratischen Düne und lässt den Sand durch ihre Finger rinnen. So wie die Sandkörner herab, fließen dann gelegentlich Buchstaben durch ihren Sinn, welche sich zu Worten und Sätzen fügen: Über das Leben allgemein, das Leben als Expat in den Emiraten, über Menschen, Bücher (z.B. mein eigenes, s.o.), Erlebnisse....

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Samstag, 31. Dezember 2016

Silvester 2016/17



An dieser Stelle - mit einem wunderschönen Silvester-Foto aus meiner Heimatstadt Dresden - allen treuen, gelegentlichen und rein zufällig rein-gegoogelten Lesern dieses Blogs alles Gute für das neue Jahr!


                                                   Silvester in Dresden                                                                                      Foto: ddpix



Mittwoch, 22. Juli 2015

Angela Merkel besuchte in Dresden Chip-Werk, in welches Abu Dhabi 250 Mio USD investiert



So sieht so ein Halbleiter-Wafer aus, der u.a. in Dresden produziert wird. Foto: http://electronicdesign.com/site-files/electronicdesign.com/files/archive/electronicdesign.com/content/content/73939/73939_fig1-silabs-wafer.jpg



Ihr Handy vermeldet nervtötend häufig "Batterie low", "Akku runter" oder dergleichen - immer natürlich gerade dann, wenn man es dringend braucht?
Eine Entwicklung aus Dresden, meiner Heimatstadt, könnten dem bald abhelfen! Die Einführung von "22FDX" wird bereits jetzt als Meilenstein in der erfolgreichen Geschichte dieses Standorts bezeichnet, denn hier - in Dresden - soll diese Technologie weltweit erstmals produziert werden!

Die 22-Nanometer-FD-SOI-Bausteine (Fully Depleted Silicon on Insulator) sollen künftig aber auch für die Themenfelder „Industrie 4.0“, das „Internet der Dinge“ oder die Automobilindustrie große Chancen bieten. Bis Ende nächsten Jahres solle die Entwicklung abgeschlossen sein, so dass die Chips ab 2017 in Produkten verbaut werden könnten. Damit würde der Bau von Geräten ermöglicht, die bei deutlich geringerem Energieverbrauch eine stärkere Konnektivität und höhere Leistung erbringen könnten.

Sie fragen sich, was die Entwicklung im Dresdner Halbleiterwerk mit meinem Emirate-Blog zu tun hat? Ganz einfach: So ziemlich alles!
Ohne den emiratischen Staatsfond Mubadala, welchem seit 2009 Globalfoundries (vormals die amerikanischen AMD-Werke) gehört und welcher bereits Millionen in das Werk in der Elbestadt investierte, gäbe es all diese Entwicklungen vermutlich gar nicht. Mubadala wiederum befindet sich zu 100% in staatlicher Hand; der Kronprinz von Abu Dhabi, Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, ist Aufsichtsratsvorsitzender. Abu Dhabi hat allein für die Entwicklung von 22FDX ganze 250 Millionen US-Dollar in das Dresdner Halbleiterwerk gesteckt!

Vor einigen Tagen besuchte Angela Merkel das Dresdner Halbleiterwerk im Besitz des emiratischen Staatsfonds, um sich von den Fortschritten in der Fertigstellung dieser künftig weltweit bedeutsamen Technologie zu überzeugen.

"Diese gesamte Entwicklung im Blick zu haben, ist jetzt die eigentliche Aufgabe, und Europa ist hier das muss man so hart sagen an vielen Stellen zurückgefallen. Wir haben allerdings Leuchttürme, und ein solcher europäischer Leuchtturm ist Sachsen", ließ die deutsche Bundeskanzlerin nach ihrem Besuch in einer Pressemitteilung verlauten.

Derzeit arbeiten etwa 4000 Fachkräfte beim Dresdner Chip-Hersteller von Globalfoundries - damit ist meine Heimatstadt der größte Mikroelektronik-Standort Europas: Das "Silicon-Saxony"!
Ich hoffe, dass die emiratischen Investoren auch weiterhin so weitblickend sind und großzügig über gewisse Gruppierungen (z.B. Pegida) in Dresden und Umgebung hinwegsehen, welche sich aktuell recht fremden- und vor allem auch islamfeindlich darstellen. Letztere könnten nämlich am Ast sägen, auf dem sie sitzen - auch dank solch prosperierenden Unternehmen, wie Globalfoundries, das sein "Blut in den Adern" (sprich: ein paar Milliönchen...) von fremden, sogar islamischen Geldgebern erhält.




Samstag, 16. August 2014

Emiratische Studenten in Dresden


Dass man in den Cities der deutschen Großstädte häufig schwarz verhüllte Damen mit ihren Familien vor den jeweiligen Fünf-Sterne-Sehenswürdigkeiten oder beim (nicht nur) Window-Shopping sieht, ist nichts neues: Bewohner der Golfstaaten auf Reisen.

Ungewöhnlicher - noch - dass neun emiratische Studenten und zehn Studentinnen auf Austauschprogramm in u.a. Dresden waren! In einem Beitrag der Sächsischen Zeitung wurde kürzlich davon berichtet.
Eine von drei Wochen in Deutschland verbrachten 20 Studenten aus Abu Dhabi in Dresden. Elite-Studenten, welche ein hartes Auswahlverfahren hinter sich haben und die vom Kronprinz von Abu Dhabi als „Youth Ambassadors Program“ nach Mitteleuropa entsendet wurden. Die angehenden Wirtschaftslenker, Diplomaten und Naturwissenschaftler werden dementsprechend umhegt: Anstatt in Pensionen oder Jugendherbergen sind sie in Fünfsternehotels untergebracht.Vormittags wird Deutsch am hiesigen Goethe-Institut gelernt, nachmittags und abends gibt es Führungen zu den historischen, künstlerischen und wirtschaftlichen Höhepunkten der Elbestadt.

So gehoben die Tagesordnungspunkte der jungen Emiraties auch sein mögen - der feste Rahmen ist vom Kronprinz dennoch vorgezeichnet: Alle tragen blassgelbe Polohemden! "Die Kleiderordnung ist vom Kronprinzen gewünscht; die Gastgeber sollen sofort wissen, mit wem sie es zu tun haben. „Future Leaders in Germany“ steht auf dem Rücken geschrieben – künftige Führungspersonen in Deutschland. Auf der Brust ist das Wappen der Vereinigten Arabischen Emirate aufgestickt. Die Studenten sind dazu angehalten, das Hemd ständig zu tragen. Jeder hat mehrere Exemplare bekommen; im Taschenbergpalais können sie auch den Wäsche-Service nutzen. Am Dienstag, so erzählt eine Begleiterin vom Goethe-Institut, gab es eine Diskussionsrunde in der Staatskanzlei. Eine der Studentinnen fragte ein bisschen verzweifelt: „Und was ist mit den T-Shirts?“ Gern hätten sie sich für den Anlass etwas aufgebrezelt. Keine Chance, sie mussten das Hemd anlassen. Seitdem versuchen manche, es zu kaschieren, indem sie ihre Jeansjacke darüber anlassen oder das Kopftuch entsprechend drapieren" (Zitat Sächsische Zeitung)

Globalfoundries, ein US-Amerikanischer Halbleiterhersteller und einer der Veranstalter, hatte 2008 in Dresden den dortigen Halbleiterhersteller AMD übernommen.  Und der Halbleiter-Riese gehört wiederum zu 100 Prozent der Investmentfirma Mubadala Technology aus Abu Dhabi gehört.  (siehe hier)

Gut möglich also, dass künftig engere Wirtschaftsbeziehungen zwischen Dresden und Abu Dhabi enstehen werden, falls die jungen Entscheider aus Politik und Wirtschaft, welche die Stätten von Globalfoundries und all die anderen Highlights von Dresden besucht haben, auch in Zukunft gute Erinnerungen an ihre Reise nach "Elbflorenz" bewahren!
Und das wäre dann wieder ein Fakt, der mich als Dresdnerin freuen würde.....