Es gibt die Goldmarie und die Pechmarie. Zumindest in Grimms Märchen.
Und dann gibt es noch die SandMarie. Die sitzt manchmal auf einer emiratischen Düne und lässt den Sand durch ihre Finger rinnen. So wie die Sandkörner herab, fließen dann gelegentlich Buchstaben durch ihren Sinn, welche sich zu Worten und Sätzen fügen: Über das Leben allgemein, das Leben als Expat in den Emiraten, über Menschen, Bücher (z.B. mein eigenes, s.o.), Erlebnisse....

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Dienstag, 20. Juni 2017

Abschied von Abu Dhabi - Ma'a salama



Bei TRIPADVISOR wurde die Sheikh Zayed Moschee Abu Dhabi 2017 zur zweitbedeutendsten Sehenswürdigkeit der Welt gewählt, gleich nach Angkor Wat. 



Das hier ist mein Abschieds-Beitrag.

Abschied zumindest von den wahrlich zur Zweitheimat gewordenen Vereinigten Arabischen Emiraten und Abu Dhabi. Abschied auch von diesem Blog, das mit unserer Rückkehr nach Deutschland nun endet.
Ich werde die Texte jedoch stehenlassen - in der Vergangenheit scheinen sie manchem aus nah und fern zur Information oder auch Unterhaltung gedient zu haben. Das sollen sie gern auch weiterhin.

 
Leeres Haus, voller Terminplan.
                                                    Abschiede, Abschiede, Abschiede.
                                                                                                              Expat-Leben eben.


Abschied vom Haus, vom Compound, vom Auto. Von der Schule, vom Fitnessstudio, vom warmen Meer, von der endlosen Dünenlandschaft der Rub Al-Khali. Vom Blick aus dem Fenster vor meinem Schreibtisch auf die Bougainvillea gegenüber. Vom Lieblingssupermarkt, der Lieblings-Mall, dem Lieblingspark, der Lieblings-Bar, den Lieblingsgebäuden, dem Lieblingsstrand. 
Viele "Noch ein letztes Mal ..."-Wege wurden gegangen: "Fotos" machen - mit den Augen und allen anderen Sinnen.

Abschied von guten Freunden. Doch auch anderen liebgewordenen Menschen, von denen man manchmal kaum den Namen kennt, mit denen man aber regelmäßig im Vorbeigehen ein Lächeln tauscht. Da steht man dann - auf der eigenen Farewell-Party, in der Schule zwischen Tür und Angel oder im Supermarkt - man verabschiedet sich diesmal "für immer", und denkt: 'Wie gern hätte ich sie, hätte ich ihn näher kennengelernt; mehr Zeit verbracht." Aber ach ...
Allerdings, man weiß ja nie! Wie oft schon haben wir jemanden in dem einen Land zurückgelassen (oder die Person uns) - nur um sich dann in einem ganz anderen wiederzutreffen?! Dass moderne soziale Kommunikationstechniken es heute leichtmachen, die anderen nicht ganz aus den Augen zu verlieren, manchmal auch Kontakte wieder zu intensivieren, sich zu besuchen - das macht den sich ausbreitenden Abschiedsschmerz zumindest etwas leichter.

"Was ist es, was für dich einen Ort wohnlich macht, dass du dich heimisch fühlst?", könnte man  fragen. Die Antwort ist einfach. Es gibt viele Gründe, aber am Ende ist es immer nur einer, der wichtigste, der Hauptgrund: die Menschen! Ich bin oft beglückt, was für unterschiedliche, jeder auf seine Art mich bereichernde Menschen ich mit den Jahren kennenlernen durfte. Durch viele habe ich etwas Neues erfahren, manchmal auch, ja, sagen wir es ruhig: Vorurteile abgebaut. Die Menschen sind das wichtigste Gut an jedem Lebensort.


Abschiednehmen - wo ist "Zuhause"?


Abschied nehmen muss ich auch vom wohligen Gefühl, dass keiner hier verlorengeht: Abu Dhabi wurde vor Kurzem in einer Studie zur sichersten (Groß-)Stadt der Welt erklärt. Hier bekommt man, wenn man Kreditkarte und Bargeld verschusselt hat, diese noch hinterhergetragen; Autos kann man unverschlossen herumstehen lassen, vergessene Taschen, Smartphones oder andere Dinge erhält man normalerweise verlässlich zurück; auch Gewaltkriminalität kommt kaum vor.

Ich muss mich verabschieden vom Blick in meinen Garten mit den hohen Bäumen, von Straßen und Plätzen, von Oud-Beduftung in Geschäften und typischen Geräuschen. Vom ganzen Alltag hier. Lokaltypischen Gewohnheiten wie: Ramadan-Schulbuszeiten; der Freitag ist der Samstag; ein Brunch beginnt mittags um eins, Schulen geben kein hitzefrei  ;-)

Wieder einmal ist ein Lebensabschnitt deutlich sichtbar abgeschlossen. Die ältere Tochter hat nach dem Abitur hier nun ihr eigenes Leben in Deutschland begonnen. Für die restliche Familie wird es bald ebenfalls ein "Sich-neu-Erfinden" am neuen Ort geben, geben müssen.

Und, da man diesen Satz ja oft zu hören bekommt: "Na IHR seid das ja gewöhnt - umziehen, Abschied nehmen; das ist ja für euch nicht so schlimm" ...
Doch. Es wächst einem als Expat nicht etwa automatisch so eine Art "Seelen-Hornhaut"! Nein, man gewöhnt sich nie wirklich dran. An die ganzen Verabschiedungen - oft für immer - schon gar nicht. Man nimmt es eher als Teil des Ganzen mit in Kauf.

Tränen. Die gehören wohl mit dazu ...


So karg. Und vielleicht gerade daher: so spirituell! Der Anblick der Wüste streichelt die Seele.


Heimkehr: Man badet nie zweimal im selben Fluss


Das unsichtbare Problem mit der Heimkehr ist: In der alten Heimat glauben die meisten ja, dass wir nun endlich "nach Hause kommen". Diese Fraktion ist witzigerweise quasi identisch mit der, welche uns bei jedem Urlaub fragt, ob man "sich denn schon eingelebt" habe. (Nein, deshalb bin ich ja dort auf Urlaub: Weil ich eben NICHT da lebe!)
Der Widerspruch, sich bei jedem Urlaub für ein paar Tage einleben zu müssen, jedoch nach 20 Jahren Abwesenheit - mit kurzen Unterbrechungen -  quasi durch Zauberhand einfach so wieder "heimkommen" zu können, fällt dabei wohl nicht weiter auf.

Also bitte, liebe Daheimgebliebenen: Wenn ihr demnächst die Feststellung trefft, die wohl alle Expats nach einigen Auslandsjahren zu hören bekommen, nämlich: 'Du musst ja SO froh sein, endlich wieder zu Hause zu sein?!" - wird meine Antwort wohl eher ein "Muss ich erst einmal rausfinden. In Wirklichkeit habe ich nämlich mein gefühltes Zuhause soeben erst eingebüßt."

Ein weises Sprichwort besagt, man könne nicht zweimal im selben Fluss baden, denn der Fluss verändere sich ständig. Nicht nur meine alte Heimat hat sich optisch, vor allem aber auch politisch verändert, auch die alten Bekannten haben derweil ihr eigenes Leben weitergelebt.
Doch auch ich selbst werde mich wohl in zwanzig Jahren irgendwie ein wenig entwickelt haben (hoffe ich zumindest); und dies durch die internationalen Erfahrungen möglicherweise noch einschneidender als ohnehin mit wachsender Erfahrung und Lebenszeit.

Ich komme also nicht einfach so heim. Es ist möglich, dass es sich zuweilen wie ein weiteres fremdes "Gastland" anfühlen wird. Auch damit werde ich, werden wir uns zu arrangieren lernen müssen. Fachleute für internationale Umzüge wissen, dass heftiger als der erwartbare Kulturschock beim Umzug in eine völlig fremde Umgebung die vergleichsweise vermutete 'leichte' Rückkehr ins Heimatland ist. "Reverse culture shock" heißt das Phänomen, umgekehrter Kulturschock.


WAS ICH    N*I*C*H*T   VERMISSEN WERDE:


* Kakerlaken!!! Durch alle unsere Gastländer haben sie uns "begleitet", aber ich will fortan keine einzige mehr sehen müssen. Noch nicht einmal in künftigen Urlauben.

* bei 45 Grad im Schatten in ein Auto einsteigen zu müssen, das jedoch bereits längere Zeit nicht im Schatten gestanden hat (und damit gut und gern 70 Grad Innentemperatur hat)

* dass es hier im Wüstenland so gut wie nie nach "Natur" riecht

* Familienleben, das sich an einer hier branchenüblichen 6-Tage- à 12- Stunden-Arbeitswoche des Verdieners orientieren muss

* bei jedem Flug nach Deutschland (oft für ganze zwei Monate Sommer) und bei jedem Flug zurück hierher zu grübeln, wie man nur alles in 23 kg Fluggepäck unterbringen soll?...


Emirates Palace, Abu Dhabis großartigstes Hotel und Fotokulisse


 WAS ICH AN ABU DHABI VERMISSEN WERDE:



* Niemals Kälte, kein eisiger Wind bei nasskalten 3°C und Matsch an den Füßen. Niemals mehr anziehen zu müssen als ein T-Shirt oder Sommerkleidchen und Schlappen.

* Fast immer heiter und entspannt wirkende Menschen - egal wo, die einen anlächeln - einfach so!
Diese Freundlichkeit äußert sich auch in netten Gesten weniger Begüterten gegenüber, ich verweise als Beispiel auf die aktuelle "Sharing Fridge"-Kampagne, mit welcher Ehrenamtliche dafür sorgen, dass Arbeiter schnell und kostenlos erfrischende und hochwertige Lebensmittel "für zwischendurch" finden. Auch Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeiter kommen gut bei diesen an.

* Die erstaunliche Vielfalt an Akzenten um einen herum, die das Englische annehmen kann

* Die freundlichen Security Guards an der Schranke zu unserem Wohncompound, die immer lächelnd winken, als freuten sie sich tatsächlich über meine Rückkehr

* Toleranz verschiedenster Art. Seien es die Nicht-Moslems, die hier z.B. recht selbstverständlich während des Ramadan nicht vor den Augen fastender Moslems essen und trinken. Seien es wiederum jene, welche in ihrem Land die Andersgläubigen in den Bars problemlos Alkohol trinken lassen. Seien es die Weihnachts- und Oster-, die Ramadan- und die Diwali-Dekorationen in den Läden.

Sei es in der Stadt Al Ain die St. George Jacobite Syrian Orthodox Simhasana Cathedral, welche unlängst moslemischen Arbeitern zum Fastenbrechen Iftar ihre Türen öffnete und Essen bereithielt.  
In Dubai hingegen öffnete eine Gurudwara (Tempel der indischen Sikhs) für ein Iftar allen ihre Pforte. Neben Sikhs und Moslems nahmen an dem religionsübergreifenden Essen auch zahlreiche Christen und Hindus teil. Anderes Beispiel: Die bisherige 'Mohammad Bin Zayed'-Moschee in Abu Dhabi wurde in einer großen Geste der Toleranz allgemein und gegenüber den Christen im Besonderen in 'Mary, Jesus' Mother'-Moschee am 14.6.2017 umbenannt, dem Welthumanitätstag.

* Ich schätzte es sehr, problemlos und zügig von A nach B zu kommen: Auf den mehrspurigen Stadtautobahnen gibt es (fast) nie Stau!

Radio 1 und Radio 2

* Chai Karak und Lemon Mint

* Weihnachtsmarkt an der Deutschen Schule: Jedes Jahr an einem Nachmittag im Dezember, sobald es dunkelt, duftet es auf dem Schulhof von Ständen nach frischen Waffeln, gebrannten Mandeln und Apfelpunsch. Zu weihnachtlichen Klängen von der Schulband gibt es passende Deko und kleine Geschenke zu kaufen, Bratwurst und Sauerkraut usw. gegen den Hunger sowie Spiele für die Jüngeren. Diese Tradition ist bei Abu Dhabi-anern jeglicher Herkunft ein sehr beliebtes Ereignis. Das Beste: es ist lau, keiner friert sich die Finger oder Zehen ab auf diesen Weihnachtsbasar!

* Selbst mit größerem Auto immer ausreichende und geräumige Parklücken zu finden

* Gecko "Günther", der auf fast schon magische Weise immer nur morgens zu dem Zeitpunkt hinter dem Elektrokasten vor der Haustür draußen sichtbar wurde, wenn unsere Töchter das Haus zum Bus verließen. Als wolle er "Guten Morgen" sagen! Ebenso mochten wir seine vielen kleinen Verwandten, die uns oft durchs Haus oder über die Wände und Decken huschend begegneten.
Außerdem die kleinen, rosa Tauben hier, die gewitzten Spatzen, die Weißwangenbülbüls (erinnern an Kohlmeisen mit Häubchen). Und natürlich die Mynas, eine Art auf Miniaturformat geschrumpfte Krähenpapageien in Graubraun mit gelben Beinen, die immer paarweise wichtig herumhüpfen und in der Lage sind, alle möglichen Laute und Geräusche zu imitieren

* Frischer Hummus und Tabbouleh zu jeder erdenklichen Tageszeit, für Minibeträge erhältlich!

* Schulbusse. Früh - Haustür auf, Kinder in den Bus. Nachmittags - Bus hält, Kinder wieder daheim

* Ich habe hier selbst tagtäglich erleben dürfen, dass das friedliche Zusammenleben keine schöne, aber ach leider-leider unerreichbare Utopie ist - sondern normaler Alltag in den VAE. Hat was von Garten Eden, wenn dieser erstaunliche Menschen-Mix auf die unspektakulärste, "normale" Art und Weise miteinander auskommt, die man sich nur denken kann. Eben, weil das "Fremde" hier das Normale ist. Selbst, wenn auch hier nicht alle gleich sind: Abfällige Blicke oder gar Worte (geschweige denn Tätlichkeiten) gegenüber "Anderen" wird man vergeblich suchen.

* "Ladies' Nights"! Mehr sage ich nicht   :-)

* Valet Parking: Autoschlüssel abgeben und gut.

* Der Gipfel der Genderisierung - aber so nennt das hier ja keiner: Nämlich, wenn einen die philippinischen Verkäufer und Verkäuferinnen im Laden mit "Hello, MamSir, how can I help you?" begrüßen

* Wie blöd vor die Tür rennen, dort wild herumhopsen vor Begeisterung und hoffen, dass NOCH ein paar mehr Regentropfen gleichzeitig fallen, damit das Instagram-Live-Video auch ansprechend wird

* Die eeeeeeeeendlos erscheinende runde Rechtskurve des Highways zwischen Großer Moschee und Officers Club

* Der weite Blick über die einzigartigen, riesigen Mangroven-Wälder mitten in der Stadt, wenn man die Salam-Street entlangfährt, mit etwas Glück sieht man diverse Wasservögel (u.a. Flamingos) am Ufer.

* Den sakralen Anblick der Großen Moschee selbst - der Sheikh Zayed Grand Mosque - und das ganz besonders zu Neumond, wenn sie (s.o.) in geheimnisvoll irisierendes Blau getaucht ist.

* Spontane Staatserlasse à la: "Morgen fällt für alle die Schule wegen Unwetter / zur Feier der gewonnenen Expo 2020 (o.ä.) aus".

* Unsere vielen, quasi legendären Kostüm- und anderen abgefahrenen Partys, die wir gefeiert haben ("Mangrovianer" und ihre Freunde wissen, wovon ich rede)

* Instrumental-, Sprach- und andere Lehrer, die ins Haus kommen

* "Raus-in-die-Natur-Gehen" auf Arabisch: Wüstenpicknick in den Dünen, und dann Off-road fahren  =  wie Achterbahn, nur kostenlos. Natürlich inklusive Steckenbleiben!

* Supermarkt an sieben Tagen die Woche, von früh um sieben bis Mitternacht

* Dass die Mondsichel hierzulande gemütlich im Nachthimmel zu liegen bzw. schweben scheint -  anstatt, wie in nördlicheren Gefilden, hochkant "Hab-acht" zu stehen.

* Dass alles um mich rum aufspringt (o.k.: aufspringen sollte ...), wenn ich "Yalla!" rufe. Und alles vorbei ist, wenn ich "Khallas!" sage. Ganz ohne Simultanübersetzer.

* richtig gute, frische Datteln und die vielen Fässer am Gewürzstand im Carrefour oder Lulu-Supermarket, wo man nicht nur alle Düfte, sondern auch Gewürze Arabiens genießen, sondern auch lose kaufen kann


* und selbstverständlich auch: Ideen für dieses Blog hier zu sammeln und aufzuschreiben



Blick auf das Ensemble der Etihad-Towers an der Corniche von Abu Dhabi. "Etihad" heißt so viel wie "Union" (der Emirate), so ist auch die einheimische Fluggesellschaft benannt.


Nach fünf Jahren: Gedanken über die Emirate


Ein Wort noch zu unserem ein großes Stück weit "Zuhause" gewordenen und so im Herzen bewahrten Gastland, den VAE.

Das Leben überrascht einen immer dort am meisten, wo man es am wenigsten erwartet, logischerweise. Nie hätte ich früher glauben wollen, dass dieses Wüstenland mit seinen vielen Extremen, ein "Königreich" gar, mir die Vorstellung eines "Modellstaats" in vielerlei (natürlich nicht jeglicher) Hinsicht werden könnte.
Ich möchte es so erklären: Das Idealbild menschlichen Zusammenlebens stellt oft die biblische Geschichte vom Turmbau zu Babel dar. Bis dahin hatten die Menschen, unbesehen ihrer Herkunft und Rasse, friedlich zusammengelebt; selbst eine gemeinsame Sprache hatte sie geeint. Doch der Hochmut, einen Turm bis hinauf in den Himmel bauen zu wollen, hatte Gott erzürnt. Als Strafe verwirrte er u.a. die eine Sprache der Menschen zu unzähligen verschieden, die sie fortan trennten.

In den Emiraten habe ich einen Lebensraum kennengelernt, der diesem Idealbild des Zusammenlebens vor dem Turmbau zu Babel zu ähneln scheint. Mit dem Unterschied, dass der Burj Khalifa mit 830 m momentan noch das höchste Bauwerk der Erde ist - momentan bauen die Emiratis allerdings schon am noch höheren Dubai Creek Tower, um die Saudis mit aktuell angepeilten 1007 m auszustechen ..., ohne dass Gott mit einem Blitzstrahl darauf niederzufahren scheint.

Denn obwohl - das muss man natürlich anmerken - hier zwar nicht alle Menschen "gleich" sind und es große Unterschiede in ihrem materiellen Reichtum gibt, so sieht man doch Menschen aller Farben, Kulturen, Sprachen, Religionen außerordentlich friedlich und tolerant tagtäglich miteinander leben. Selbst wenn sich nicht alle nahekommen, so wird doch jeder vom anderen mit einem Mindestmaß an Akzeptanz und Höflichkeit, zumeist auch Freundlichkeit behandelt.

Außerdem: Mit welcher Art von Skala misst man eigentlich Lebenszufriedenheit? Ist derjenige, der gemütlich auf seiner kleinen Yacht mit einem Champagnerkübel neben sich vor der Küste von Dubai auf den Wellen schaukelt (aus westlicher Sicht = reich) zwangsläufig glücklicher als der hier jätende Gärtner aus Bangladesch (aus westlicher Sicht = arm), welcher mit seinem kleinen Gehalt nicht nur sich, sondern auch noch seiner ganzen Großfamilie daheim, sprich ein halbes Dorf, ein relativ angenehmes Leben verschaffen kann? Das geht problemlos, da er für die Zeit seines Arbeitsvisums in den VAE Kost, Logis und medizinische Versorgung über seinen Sponsor gestellt bekommt.

Ich kann nicht in die Köpfe sehen. Aber was ich im Alltag auf den Gesichtern der Menschen und aus ihren Reaktionen entnehme: Sie wirken eigentlich queerbeet nicht etwa gestresst, genervt, voll passiver Aggression. Sondern freundlich, höflich, entspannt, ja: zufrieden.

Das ist etwas, was ich in anderen Weltgegenden momentan nicht überall erkennen kann. Selbst die "einende Sprache" (Englisch, für viele auch Arabisch) findet man hier wieder, wie in der biblischen Geschichte.

Natürlich gibt es noch mehr solche Schmelztiegel der Kulturen auf der Welt: Hongkong, London, New York, ... Die habe ich aber nicht kennengelernt, deshalb halte ich mich bei meinem Vergleich an die Emirate.

Vielleicht klingen meine Gedanken für manchen zu idealisiert. Ich weiß aber, dass zumindest fast alle meine in fünf Jahren des Expat-Lebens in den Emiraten gewonnenen Freunde und Bekannten verstehen und bejahen, was ich damit meine.
Überdies weiß ich von einer ganzen Reihe an Leuten, die teils schon seit Jahren nicht mehr in den VAE wohnen - und es dennoch weiter als ihr eigentliches Zuhause betrachten.

Irgendwas muss also "dran" sein :-)



Der Wüstenwind wird uns sicher irgendwann einmal 
für einige Tage wieder hierher wirbeln.
Bis dahin sage ich:





Foto Große Moschee: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/d7/30/0b/d7300b8845dd91c4b996834ccab109bf.jpg




Dienstag, 13. Juni 2017

Aus dem Nähkästchen: Ein Wort an potentielle Expats und "mitreisende Partner"


Da ich ja mein Leben als Expat nächste Woche beenden werde (wobei: Man denke an James Bond: "Never say never" ...), möchte ich noch ein paar Zeilen darüber verlieren.

Also ein Wort an alle diejenigen, welche vielleicht mit dem Gedanken spielen - oder bereits einen Termin haben - erstmals als Expat für längere Zeit fern der Heimat zu leben und zu arbeiten. Zumeist ist es ja so, dass bei Paaren und Familien einer die Entsendung ins Gastland erhält - und der Partner als "trailing spouse" mitzieht. Das ist immer noch in den meisten Fällen die Frau.

Und viele dieser "mitreisenden Ehefrauen" in spe haben, stellte ich häufig fest, EINE große Angst: 'Kann ich dort meine berufliche Karriere fortsetzen?' Viele wünschen sich quasi den gleichen Arbeitsplatz wie daheim, mit gleichem Gehalt (gut, vor einem besseren schreckten sicher wenige zurück) und den gleichen "Aufstiegschancen".

"Mitreisende Ehefrau"


Die Gegenfrage müsste lauten: Ist das wirklich immer wünschenswert? Es gibt einige Berufe, wo dies sicher durchaus im Gastland möglich ist. Und wo das Schulsystem (so man auch an Kinder zu denken hat) ganztägig ausgelegt ist oder man nachmittags eine Nanny engagieren kann. Nur: Nicht überall gehen alle Auslandsschulen bis spät in den Nachmittag, und nicht jeder kann sich mit einer Nanny anfreunden, die dann mit in der Familie wohnt. Oft wird dem "mitreisenden Ehepartner" jedoch auch gar kein Visum mit Arbeitserlaubnis ausgestellt.

Ich möchte diesen zweifelnden "mitreisenden Ehepartnern" Mut zusprechen, und dies durchaus ganz aus meiner eigenen Erfahrung heraus. Ich hatte in Deutschland einen prima Beruf. Doch in jedem  meiner bisher vier Gastländer habe ich einen oder mehrere, oft völlig "artfremde" Tätigkeiten ausgeübt. Und ich muss sagen: Ich würde es heute gar nicht mehr anders haben wollen! Die Einblicke in ganz andere Berufsfelder und Arbeitswelten haben mich, nach einiger Einarbeitungszeit, ungemein bereichert. Ich habe Dinge kennengelernt, von denen ich sonst sicher heute keine Ahnung hätte!

Auch durfte ich immer wieder feststellen, dass gerade jungen Müttern im Ausland viel mehr Familienfreundlichkeit entgegengebracht wird, als es in Europa denkbar wäre. Ich habe es mehr als einmal erlebt, dass ich eine angebotene Vollzeitstelle schon, leise bedauernd, ablehnen wollte, weil der Kindergarten, die Schule mittags schloss. Und was sagte der künftige Chef dann an dieser Stelle: "Oh, na wenn das so ist? Wenn die Schule nun mal mittags zumacht, dann versuchen wir mal, ob wir das nicht auch mit einer Halbtagsstelle hinbekommen!" Und - inklusive etwas Heimarbeit am PC - haben wir es dann auch immer hinbekommen.


"Was machst du denn dort den ganzen Tag, immer zu Hause?"


Selbst für den Fall, dass man im Gastland nicht so leicht eine bezahlte und dazu auch noch familienkompatible berufliche Tätigkeit finden sollte: Es gibt so viel mehr Möglichkeiten! Normalerweise reicht bei einer Entsendung dieses Gehalt für zwei oder mehr Personen durchaus aus. Ich habe in den vergangenen fast 20 Jahren Reiselebens viele bemerkenswerte Frauen kennengelernt, die sich auch - oder sogar gerade? - ohne Erwerbstätigkeit hervorragend selbst entwickelt haben! 

Frauen, welche zu interessanten, anregenden Gesprächspartnern (und auch: klugen Müttern!) geworden sind, weil sie "etwas aus sich gemacht" haben. Seien es wichtige ehrenamtliche Bereiche im Entsendungsort, die oft ohne solche engagierten Frauen brach lägen. Sei es das Eintauchen in die neue Sprache, das auch wiederum neue soziale Kontakte und damit Horizonterweiterungen mit sich brachte. Seien es Fernstudienabschlüsse, die gemacht oder bestimmte Kurse am Gastort, welche absolviert wurden und hie oder da auch künftig neue berufliche Möglichkeiten (sogar im Herkunftsland?) mit sich bringen. 
Seien es Frauen (bzw. mitreisende Männer, auch die gibt es ja), welche sich auf ihre Stärken besonnen haben und in die Selbstständigkeit gestartet sind - im ehemals gelernten oder auch im neu entdeckten Arbeitsfeld, im kleinen oder auch großen Rahmen. Nicht unterbewerten sollte man sicher auch die Zeit, die viele durch die "Freiheit vom Geldverdienenmüssen" bekamen, um sich in neuen Hobbies, Wissensbereichen oder auch Sport, Kultur und Literatur auszuprobieren, sich ständig weiterzuentwickeln, den Geist wie bei einem guten "Stretching" nach dem Sport zu dehnen und zu erweitern.

Wer immer noch Bedenken hat, wie sich solch eine "Lücke" im Lebenslauf bei Bewerbungen in der Zukunft wohl ausnehmen mag: Es sei nicht verschwiegen, dass beim Organisieren des Lebens am neuen Einsatzort in einer fremden Kultur das meiste nun mal am "trailing spouse" hängenbleibt. Einfach, weil der Entsendete oft happige Arbeitszeiten und oft dazu noch Dienstreisen zu bewältigen hat und dadurch fürs "Alltägliche" gar nicht bereitsteht. 
Sich in einer fremden Umgebung überhaupt erst einmal zurechtzufinden, sodass der Kühlschrank stets annehmbar gefüllt ist (wo kann ich was kaufen?), bei technischen Problemen im Haus Hilfe kommt (die Suche nach geeigneten Handwerkern bzw. das Prozedere, bis das Problem dann auch tatsächlich behoben ist, kann in manchen Weltgegenden durchaus ein Tage füllendes Programm werden!), man einen kundigen Arzt gefunden hat und auch ein paar Sozialkontakte geknüpft - all das sind Dinge, für die man zwar nachher keinen Orden und auch keine Gehaltserhöhung bekommt. Die aber essentiell sind, damit das Leben im fremden Land gelingt. 
Wer also später einmal so eine "Lücke" in der CV erklären muss: Es ist oft ein "Job an und für sich" mit vielseitigen Managererfordernissen unter erschwerten Bedingungen! Wer das hinbekommt, können Sie ihrem Chef in spe sagen, der ist wohl auch handelsüblichen, zentraleuropäischen Problemchen auf Arbeit gewachsen.

WAS MICH IN DER ZEIT IN DEN EMIRATEN BEREICHERT HAT:


  •    Ich habe ein Buch veröffentlicht (Näheres siehe Reiter in der Leiste oben), vieles über Publikation, PR, Drucklegung gelernt. Die  Übersetzung des ersten Buchs ins Englische angeschoben, ein weiteres Manuskript fertiggestellt und Ideen für weitere im Kopf. Außerdem konnte ich meine ersten Autorenlesungen halten.
  •    Habe einen postgradualen Abschluss als Sprachlehrerin für Erwachsene absolviert und so im Unterricht meine eigene Muttersprache mal mit den Augen von Deutsch-Schülern betrachtet.
  •    Ich habe wieder einmal meinen Horizont erweitert und u.a. festgestellt: 'Monarchie' ist nicht unbedingt und per se muffig-gestrig und ausbeuterisch. Genauso, wie 'Demokratie' nicht zwingend progressiv und zukunftsweisend sein muss. Das sind alles nur Begriffe. Entscheidend ist nicht der "-ismus", sondern das, was er mit seinen Einwohnern macht. Nicht die "Aufschrift" auf dem Kästchen zählt - man muss es schon aufmachen und hineinsehen, um festzustellen, was sich wirklich dahinter verbirgt.
  •    Ich habe Spaß - und gehörig schweißtreibendes Fitnesstraining! - gehabt, indem ich Zumba- und Bauchtanzkurse mitgemacht habe. Und zwar "kann" ich sicher nun nicht wirklich Klavierspielen, aber nach gut vier Jahren Unterricht hier zumindest einiges erkennbar musizieren. Außerdem habe ich endlich mal "richtig" tanzen gelernt - Standard und Latein querbeet (wobei: fertig ist man ja nie). Außerdem wieder unzählige Bücher gelesen....
  •    Und nicht zuletzt habe ich so viele großartige Menschen kennengelernt - und mit ihnen wieder viele kleine Stückchen mehr von der "Welt" im Großen und Kleinen kennenlernen und begreifen dürfen. 

 

Gewinn, der sich nicht mit Geld bezahlen lässt


Sicher ist kein Leben mit dem anderen vergleichbar. Noch viel weniger eines, das sich teilweise vielleicht auf einem oder gar mehreren anderen Kontinent abgespielt hat. Ich kann also am Ende nur für mich sprechen. 
Auch wenn dieses Leben als "Expat" nicht immer einfach ist, einen sehr fordert, anstrengt, ... : Ich bin froh und dankbar, dass ich diese Erfahrungen 'einsacken' durfte; ich würde es immer wieder genauso machen! 

Eines nämlich habe ich lernen dürfen - und weiß, dass dies auch unsere Kinder ganz automatisch so mitbekommen haben -: Dass es NIEMALS nur eine Art und Weise gibt, jegliche Sache zu betrachten, anzugehen, zu behandeln. Die Welt ist vielfältig und hat für alle möglichen Probleme und Erscheinungen eben auch unterschiedliche Arten, damit umzugehen. Und das ohne, dass die eine oder andere Weise "besser" wäre (höchstens auf die jeweilige Umwelt bezogen und abgestimmt). Genauso, wie Menschen viele Hautfarben, Sprachen, Kulturen haben, genauso variantenreiche sind ihre Essgewohnheiten, ihre religiösen Gebräuche, ihre Kindererziehung, die Gestaltung der Arbeitswert, das soziale Miteinander, ...

Dies alles existiert nebeneinander und könnte mehr oder minder auch harmonisch nebeneinander existieren, wenn nicht immer wieder Menschen sich dazu aufschwingen würden, "ihren" schmalen Ausschnitt an Weltsicht allen anderen als "einzig wahr und richtig" überstülpen zu wollen. 

Dass es jedenfalls MÖGLICH ist, die Vielfalt der Menschen friedlich zu vereinen, habe ich in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit seiner "Schmelztiegel"-Zusammensetzung erleben dürfen und werde es stets als Beispiel im Herzen bewahren.


Die Farben sind verschieden, auch ihr "Charakter" - Äpfel sind und bleiben sie. Das ist bei Menschen nicht anders.
Weitere Gedanken zum Thema "mitreisender Ehepartner" gibt's in diesem Blogbeitrag!


Quelle Bild top: http://www.gbpicsonline.com,
 Bild "Vielfalt statt Einfalt": http://www.aidshilfe-rlp.de/wp-content/uploads/2016/02/Aktionsb%C3%BCndnis-Vielfalt-statt-Einfalt.png

Mittwoch, 19. April 2017

Radiohören in VAE - Einmal um die Welt bitte!


Radiohören ist für die meisten Alltag: Im Radiowecker, beim Duschen, im Auto, beim Kochen oder ... Spannend natürlich immer, sich in die Wellenlängen fremder Orte einzuklinken!

Wobei - jahrelang hatte ich dieser Gewohnheit fast abgeschworen. So interessant es für den Ausländer sein mag, mal in fremde Sendestationen hineinzuhören ... so ermüdend kann es sein, wenn man die fortwährenden Koranrezitationen im saudischen Sender sowieso nicht versteht, in Indien nicht (permanent zumindest) auf Bollywoood-Hits steht und auch die libysche Popmusik mir bei aller Liebe auf Dauer doch zu schmalzig war. (Ich sage nur; *weibliche Kopfstimme*: "HABIIIBIIIII" !!!)

                                                                                                                                                       Bild: Pixabay


In den Vereinigten Arabischen Emiraten hingegen kommt beim Radiohören keine Langeweile auf! Es gibt eine ganze Anzahl englischsprachige Kanäle mit muttersprachlichen Moderatoren, bei denen man sich anfangs auf der Senderskala "verwählt" zu haben glaubt - klingt es doch wie lupenreines amerikanisches Frühstücksradio oder aber eine britische Feierabend-Sendung.

Besonders beliebt sind hier Radio 1: Die neuesten internationalen Chart-Hits sowie House Music-Club-"Feger" - und damit meine ich wirklich die NEUSTEN; wir wussten lange Zeit immer schon Wochen im voraus, was beim nächsten Deutschlandurlaub dann dort als "brandneu" auf den Sendern laufen würde. Außerdem Radio 2: Das ist mehr für die "Oldies" unter uns, spielt man doch dort die ganzen Erfolge der 80-er, 90-er und frühen 2000-er Jahre.

Doch auch Virgin FM ist ein bei den Jüngeren beliebter Sender. Wem Pop und Rock auf die Nerven fallen, kann sie bei Classic FM wieder beruhigen. Dort wird leichte Klassik sowie Jazz gespielt.

Sender in den "Zungen" dieser Welt


Doch die Arabischen Emirate wären nicht die Emirate, wenn sie nicht den Bedürfnissen unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen und Herkunftskulturen Rechnung trügen! Selbstredend gibt es im Land diverse arabischsprachige Sender, deren Programm von rein religiösen Inhalten über lokale Themen und internationaler Berichterstattung auf Arabisch bis hin zu einheimischer Popmusik reichen.

Da die VAE ein Vielvölkerstaat sind, ist die Radio-Landschaft jedoch noch viel, viel bunter! Da finden sich Sender auf Tamil, Hindi, Russich, Urdu, Tagalog, Malayalam und sogar Farsi (obwohl die VAE politisch gesehen kein großer "Freund" des Iran sind, wird doch der hier - zwecks Arbeit oder auch halb im Exil - lebenden Iraner "ihr" Radioprogramm vergönnt).
Die Musikfarben reichen von religiöser über regional-traditionellen bis hin zur jeweils im Lande aktuellen Pop- und Rockmusik.

Meist höre ich die englischsprachige, vertraut klingende Moderation der internationalen Hit-Maschinerie von gestern und heute. Ich will ja beim Autofahren lauthals mitsingen können! (ja, das Fenster bleibt dabei geschlossen ;-) ). 
Doch öfters gelüstet es mich auch nach exotischeren Klängen. Es macht einfach Spaß zu raten, worüber die Sprecher wohl gerade scherzend mögen, beim abendlichen Kochen während des Gemüseschnippelns ein paar Bauchtanz-Bewegungen zu praktizieren oder beim Nudeln Abschrecken in schmachtende Bollywood-Tanzerei auszubrechen. Sieht ja niemand - und falls meine jüngere Tochter hereinkommt, macht sie einfach mit.

Wer jetzt neugierig ist und einmal in diese Vielfalt hineinhören möchte, hat auf dieser Übersicht der Sender wie auch dieser ganz ähnlichen Liste die Qual der Wahl! Fröhliche Horizonterweiterung und viel Spaß!

Montag, 20. März 2017

Warum Expats gerne länger in den VAE verweilen

Dubai bei Nacht - mehr als nur optisch anregend
 
"Dubai bubble", die "Blase Dubai" ist ein oft gebrauchter Begriff, der sich auch auf Abu Dhabi anwenden lässt: Gemeint ist dieses recht einmalige Konglomerat an Sprachen, Nationalitäten, Hautfarben, Herkunftskulturen in einem harmonisch wirkenden Miteinander, das bei hohem Lebensstandard den Firnis des "Schneller, Höher, Weiter" trägt, der insbesondere in Dubai mit regelmäßigen Rekorden aller Art gepflegt wird.

Eine neuerliche Studie von DIFC Wills & Probate Registry (WPR) zeigte, dass 64 % der befragten Expats, die für eine bestimmte Zeitspanne zum Leben und Arbeiten in die Vereinigten Arabischen Emirate kamen, signifikant länger als ursprünglich geplant bleiben. Natürlich zählen darunter auch tausende Syrer; Jemeniten oder Irakis, die einfach froh sind, wenn ihre Visa momentan hier einfach stillschweigend verlängert werden.
Der Großteil der "Bleiber" wird jedoch von Expats gebildet, die problemlos in ihre Heimat heimkehren könnten, sich jedoch einfach an den "bubble lifestyle" gewöhnt haben. So blieben i.d.R. die Befragten drei Jahre länger als vorgesehen. Doch immerhin jeder Zehnte von ihnen lebt bereits über 20 Jahre länger zwischen Wüstendünen, Wolkenkratzern, Wasserparks und ständig neuen Attrationen unter dem (fast) immerblauen emiratischen Himmel! Nicht zu vergessen überdies, dass die persönliche Sicherheit in diesem Land extrem hoch ist.

Emirate: hoher Freizeitwert

Lebensgefühl "Laufen und Springen"


Dass sich so viele angezogen und auch länger wohlfühlen in den VAE, hat sicher mit dieser speziellen Atmosphäre zu tun: Ständig entsteht ein neues Wohnviertel, eine neue Mall, ein neuer Park. Es ist dieses "Vorwärts"-Gefühl, das von einer leichten momentanen Stagnation in einigen wirtschaftlichen Bereichen nicht ausgebremst werden kann.
Mir sagte ein Emirati einmal: "Wir Emiraties sind es gar nicht mehr gewohnt zu gehen, um voranzukommen. Wir können inzwischen nur noch rennen und springen - immer weiter!"

Dem Holpern in der Ölbranche will das Land mit diversen Vorkehrungen begegnen, insbesondere dem Ausbau von Tourismus, Handel und erneuerbaren Energien. Unlängst hieß es aus Regierungskreisen (Kronprinz Hamdan von Dubai), dass "2016 der nicht an den Ölsektor gebunde Außenhandel der VAE 1.276 Billiarden AED erreichte. Die Fluktuationen am Weltmarkt beeinträchtigten nicht die performance in diesem Sektor (...) Handel ist nicht nur wichtig für die wirtschaftliche Diversifizierung, es ist auch ein bedeutender Teil unseres historischen Erbes."



Doch nicht nur in diesen Bereichen geht es voran. Wenn man bedenkt, das das Land noch vor 50 Jahren nicht als solches existierte und die Städte nur aus einigen Häuseransammlungen bestanden, doch heute zu den modernsten der Welt gehören, bewegt sich viel.
Die Regeln rund um den Straßenverkehr sind mittlerweile auf westlichem Niveau (mit drastischen Strafen fürs Übertreten). Und es wird für Verkehrssünder auch keinesfalls leichter. Neulich wurde vermeldet, dass die Dubaier Polizei von der Abteilung Verkehrssicherheit gerade eine neue technische Möglichkeit "ausheckt", um Fahrer mittels eines Radars dingfest zu machen, die ohne Sicherheitsgurt fahren oder aber in irgendeiner Form während des Fahrens mit ihrem Mobiltelefon "beschäftigt" sind. Ein Delikt, dass leider bei aller Gefährlichkeit nur allzu verbreitet in den VAE ist ...

Rechte von Haushaltshilfen werden gestärkt


Ministerien sorgen dafür, dass auch  Arbeitsmigranten aus sogenannten "Drittweltstaaten" hier einklagbare Rechte haben - das gilt nicht nur für Bauarbeiter etc. (ich berichtete); dieser Tage wird ein neues Gesetz verabschiedet, das die Arbeits- und Urlaubszeiten, Lohn und sonstige Grundrechte von Haushaltsangestellten eindeutiger als bisher regelt. Es liegt auf einer Linie mit der International Labour Organisations Convention 189 und der Empfehlung 201 über angemessene Arbeitsbedingungen für Haushaltshilfen.

Was möglicherweise noch weitreichender ist: 2015 wurde vom Präsidenten Sheikh Khalifa ein Anti-Diskriminierungsgesetz für die VAE verabschiedet. Darin ist festgeschrieben, dass jegliche Diskriminierung aufgrund von Religion, Herkunft, Rasse, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit oder Kaste verboten sind.

Anti-Diskriminierungsgesetz verabschiedet


Insbesondere die Herabwürdigung jeglichen religiösen Glaubens - egal, welches! - und religiös motiverter Hass oder Beleidigung und Herabwürdigung in Wort, Schrift (z.B. soziale Medien) oder Handlung werden gesetzlich verfolgt und bestraft (Geld- und Haftstrafen bis zu zehn Jahren).

Ich frage ich mich manchmal - insbesondere, wenn ich einmal wieder in deutschen Kommentaren zu Medienberichten gelesen habe - warum ausgerechnet HIER so ein Gesetz bekräftigt und unterstrichen wird? Während mir in den sozialen Medien meines Heimatlandes, das diese Dinge längst im Grundgesetz verankert hatte, Beleidigung und Hass auf andere, Andersartige, Andersdenke, anders Betende,.... seit einiger Zeit wie Unrat nur so entgegenquillt, habe ich in fast 5 Jahren meines Lebens in den VAE noch nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise erlebt oder bemerkt, dass hier die Leute aus über 200 Nationen übereinander herziehen, sich vollpöbeln, böse Blicke zuwerfen oder gar tätlich werden - bei so viel geballter "Andersheit" auf den Straßen gäbe es da viele (vorgebliche) Gründe!

Zum besonderen "spirit", der zum Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten positiv beiträgt, müsste man sicherlich auch die oft originellen und realitätsorientierten Aktionen der Regierenden zählen, speziell Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktum von Dubai trägt dazu kräftig bei.

So müssen auf seine Initiative hin neuerdings jugendliche Raser, welche auf öffentlichen Straßen gefährliche Motorrad-Stunts vollführen oder sich gar nächtliche Autorennen liefern und damit die Sicherheit aller attakieren, zur "Strafe" - ausgestattet mit orangener Weste - die Gehwege der Metropole reinigen. Die Bilder der Aktion wurden in den sozialen Medien zig-fach geteilt und zustimmend kommentiert

Strafdienst im Zoo für Grausamkeit. https://twitter.com/DXBMediaOffice/status/841985112623456257?ref_src=twsrc%5Etfw
 
Eine andere Zeitungsmeldung erreichte vorige Woche sogar deutsche Medien: Schnell hatte sich im Internet ein grauenvolles Handy-Filmchen verbreitet, das insgesamt drei Männer zeigte, welche eine lebendige, eingesperrte Katze - offensichtlich einem extra darauf scharf gemachten - Rottweilern zum Zerfleischen gaben. Diese Tierquäler wurden innerhalb kurzer Zeit polizeilich dingfest gemacht
Sheikh Mohammed erklärte, dass sie mit diesem "bestialischen Akt grundlegende menschliche Regeln missachtet sowie muslimische Werte verletzt" hätten. Er verfügte, dass sie nun drei Monate lange jeden Tag den Zoo Dubai putzen müssen.

Global Teacher Prize


Sicher tragen solche schnellen und eingängigen Aktionen der Regierung zur Verbundenheit der ständig oder zeitweise hier lebenden Bevölkerung bei. Natürlich gibt es aber auch erfreuliche Anteilnahme anderer Art. Als Beispiel sei genannt, dass gestern die kanadische Lehrerin Maggie Mac Donnell von Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktum mit dem auf eine Million US-Dollar dotierten Global Teacher Prize in Dubai geehrt wurde. Die Jury zeichnete die Pädagogin für ihre vorbildliche Arbeit mit Schülern in der kanadischen Arktis aus. Marie-Christine Ghanbari aus dem Münsterland schaffte es als erste Deutsche unter die zehn Finalisten. (Wie, erzählt sie hier im Interview.) Beworben hatten sich mehr als 20.000 Lehrer aus 179 Ländern bei der Varkey Foundation, die jährlich den Preis vergibt.

Maggie MacDonnell mit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktum bei derVerleihung des Global Teacher Prize in Dubai  (Foto: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bild-1139485-1120102.html)

Dubais Herrscher: Spaziergänge in der "Masse"


Klar, solche internationalen Anlässe in die VAE zu holen und o.g. Auftritte diverser Art sind nicht zuletzt für die emiratischen Emire auch medienwirksam und PR-Arbeit im eigenen Interesse. Doch stets fällt einem insbesondere als Nicht-Emirati auf, wie volksnah die "Könige" hierzulande unterwegs sind.

Der 2004 verstobene Staatsgründer, Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan, ist ein geradezu legendäres Beispiel dafür. Regelmäßig hört man hier Geschichten von Leuten, die ihm zu Lebzeiten persönlich begegnet sind, weil er eigentlich ständig in seinem Land, unter seinen "Schäfchen" unterwegs war und mit den Menschen ins Gespräch kam.

Auch die heutigen Regierungschefs knüpfen an diese emiratische Tradition an. Wer "Scheich Mo", wie ihn seine Bevölkerung liebevoll nennt, noch nicht selbst in Dubai begegnet ist, kann regelmäßig in den sozialen Medien erleben, wie er "inkognito" (aber natürlich erkennt man ihn überall) in Shopping Malls, auf Festivals, zum Essen mit einigen Verwandten und Freunden in öffentlichen Cafés sich unters Volk mischt (hier ein Clip, wie er in einem vollbesetzes Café an der Dubai Mall Platz nimmt).

Auch der "König" wartet an der Ampel auf Grün


Vor wenigen Tagen machte ein Clip die Runde, wie der Herrscher von Dubai sowie Premieminister und Vizepräsident der VAE zu Fuß mit einigen Emiratis geduldig an einer belebten Ampelkreuzung auf Grün watete (Video hier). Ein Schelm, wer Arges dabei denkt - natürlich auch hier eine geschickt platzierte PR.

Dennoch - interessant fand ich den Kommentar eines Inders darunter, welcher zu bedenken gab: "Wie erfrischend natürlich! Wenn in Indien ein Politiker von A nach B will, sind stundenlang alle Straßen gesperrt!" Das kann ich in Erinnerung an viele, viele Warteminuten - damals, während unserer Jahre in New Delhi - auf polizeilich für "hochrangige Personen" abgesperrten Kreuzungen nur bestätigen ...
By the way ... wie leicht kommt man eigentlich ohne Voranmeldung an hochrangige bundesdeutsche Politiker im täglichen Leben "heran"?

Die VAE feiern jegliche internationalen "großen" Feste


Zum guten Schluss. Was ist es, was es den hiesigen vielen Expats so leicht macht, ihre Verträge verlängern zu wollen  - neben Sonne, Sand, Entertainment und persönlicher Sicherheit? Es gibt einfach ein gutes, ein "willkommenes" Gefühl, wenn im islamischen Land VAE vor Weihnachten überall die Weihnachtsdekorationen, weihnachtliche Märkte und Kulturveranstaltungen sowie Christmetten das entsprechende, von daheim gewohnte "Flair" verbreiten.
Vor Diwali kann sich die hinduistisch geprägte Gast-Bevölkerung über entsprechenden Zierrat in den Malls freuen; großartig und farbenprächtig wird für die fernöstlichen Expats das chinesische neue Jahr begangen!

Hotel Burj al Arab in "irischem" Grün am 17.3. anlässlich des St. Patricks Day

Vorigen Freitag, am 17. März, erstrahlten alle wichtigen Gebäude hierzulande in sattem Wiesengrün - vom Burj al Arab über den Burj Khalifa in Dubai bis hin zum Hotel Yas Viceroy oder dem "Schiefen Turm", dem Capital Gate, in Abu Dhabi.
Wer sich nun vielleicht fragt, warum an diesem Tag alles knallgrün aussah - da er oder sie vielleicht weder mit Irland noch mit den VAE vertraut ist: Ganz einfach. Der 17. März ist St. Patricks Day! Dieser Tag wird in der römisch-katholischen Kirche zu Ehren des Heiligen Patrick begangen, und insbesondere von den Iren, als deren Schutzpatron der Heilige gilt. Da Grün die irische Nationalfarbe ist, erstrahlt also für die irischen Landsleute in den VAE an "ihrem" Tag alles in dieser Farbe.
Man bedenke: Es ist der Tag eines katholischen Heiligen, welcher unter den Iren meist mit sehr viel Bier etc. gefeiert wird ... und das mit Einverständnis und Fürsorge des islamischen Gastlandes.

Nicht überall auf dieser Welt fühlt man sich als Ausländer in seiner "Anderartigkeit", mit seinen heimatlichen Bräuchen und Festen so akzeptiert und umsorgt, wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten ... Das macht es logischerweise schwerer, diese zu verlassen.


Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachtsgruß aus Weihnachtsland



Weihnachtsgruß mit der festlich geschmückten (Kunst-)Tanne im Foyer der GISAD. Bilder der Herrscherfamilie lächeln in allen öffentlichen Gebäuden von der Wand.

Räuchermännchen lassen Tannen- und Sandelduft in die Wohnzimmerluft kringeln. Daneben ein Teller mit Dresdner Christstollen und Pulsnitzer Lebkuchen. Kaffee, Glühwein, Adventskranz mit vier Kerzen. Der Adventskalender voller weit geöffneten Türchen an der Wand, daneben der Adventsstrauß, mit Strohsternen geschmückt. Am Fenster der Schwibbogen mit seinen Kerzen, welche das Spätnachmittagsdunkel wie Samt wirken lassen.Und natürlich auf dem Tisch die hölzerne, mehrstöckige Weihnachtspyramide, welche sich fröhlich dreht.
Ich glaube, nirgends ist die Weihnachtszeit so anheimelnd, geheimnisvoll und prächtig zugleich, wie im Erzgebirge in Sachsen.

Die ganze Familie der Abu Dhabi-Döhrings ist nun da eingetroffen und wird sich zu Heilig Abend mit den anderen Familienangehörigen unterm geschmückten Baum versammeln. Eine wundervolle Tradition, welche wir nun zum Glück schon seit vielen Jahren pflegen können. Unsere Töchter bestehen darauf, dass Weihnachten jedes Jahr "wie immer!" sein muss - egal, auf welchem Kontinent unser Hauptwohnsitz auch gerade liegen mag. Zu gern kommen wir diesem Wunsch nach.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen eine glückliche, zufriedene und vor allem friedvolle Festtagszeit im Kreise lieber Menschen!

Frieden überall! Überall?


Überschattet sind diese Tage diesmal wieder ein wenig von Krieg und Kummer in anderen Ländern, aber auch mitten in Europa, in Deutschland. Es wäre schön, wenn die meisten - mitten in oder auch trotz der "Geschenkeschlacht" demnächst - ein paar stille Momente dieser Menschen gedenken, die diese Weihnacht nicht so glücklich feiern können.

Ohnehin ist gemeinsam feiern ein gutes Mittel, einander näherzubringen. Immer wieder erstaunt sehe ich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie omnipräsent in diesem moslemischen Land im Dezember nicht nur in den Geschäften, sondern in Hotels, auf Winterbasaren und der Deko doch das - eigentlich christliche - Weihnachtsfest ist.
Natürlich kann man nun sagen: Ja, klar, um des Kommerzes Willen machen die Emiraties eben sogar das ganze Brimborium mit.

Andererseits - auch im Nachbarland Saudi-Arabien ist guter Umsatz sicher ebenfalls nicht unwillkommen; dennoch durfte (als wir dort lebten) bzw. darf auch heute dort selbst in den Läden nichts an dieses Fest erinnern! In den VAE hingegen feiern fast alle großen Hotels mit jedem, der teilnehmen mag, Anfang Dezember eine eindrucksvolle "Christmas Tree Lightening Ceremony" (feierliches Entzünden der Kerzen an den prachtvoll geschmückten, viele Meter hohen Weihnachtsbäumen im Foyer). Es gibt weihnachtliche Konzerte, Weihnachtsmärkte (teils sollen sie an Schulen jedoch "Winterbasar" genannt werden), Christbaumkugel-Deko in so ziemlich jedem Laden. 

All das "müsste" man sicher nicht veranstalten, damit noch mehr Käufer etwas kaufen ... Es hat schlicht etwas mit Toleranz und Respekt zu tun: Den vielen Menschen christlichen Ursprungs, welche in den Emiraten arbeiten und wohnen, ihre aktuelle "Wahlheimat" so offen und freundlich gesinnt wie möglich zu gestalten. Zu zeigen: Menschliche Vielfalt, egal ob druch Hautfarbe, Glauben oder Sprache, ist vereinbar und sogar bereichernd.
Weihnachtsbaum in einem Wohngebiet in Abu Dhabi             Foto: Ullmann

 Mein Wunsch für 2017


Nun leben in den VAE über 80 % Nicht-Emiraties. Während in Deutschland in vielen Regionen der Ausländeranteil kaum über 5 % beträgt ... Dennoch eher noch eine eigenartige Vorstellung: Wie wäre das, wenn man für die anderen, also eher sporadisch vertretenen Herkunftsgebiete, auch in den deutschen Läden z.B. zu Ramadan (der Moslems) oder zu Diwali (Lichterfest der Hindus) passend dekorieren würde? Einfach als Zeichen der Gastfreundschaft und geistigen Offenheit?
 
  Für das kommende Jahr wünsche ich mir ja eine Welt, in welcher es überall gleichermaßen natürlich ist, dass man verfährt wie in diesem einem Land, dessen Staatsform untrennnbar mit dem Islam verbunden ist (VAE). Dort wird nämlich in den wichtigsten Tageszeitungen großformatig der Terminplan für die Weihnachtsmessen der christlichen Kirchen abgedruckt. Man stelle sich vor, mit eben dieser Selbstverständlichkeit gäbe es genauso natürlich in europäischen /deutschen Zeitungen neben den Terminen zur Christmette eine Rubrik mit Veranstaltungen in Moscheen. Etwas kleiner sicher, denn in Deutschland ist eben nur ein Bruchteil der Bevölkerung moslemisch, während im islamischen VAE ein Großteil der Bevölkerung dem christlichen Glauben angehört. Über die weit über 50 Kirchen in den Emiraten hatte ich ja bereits berichtet.

Ein arg frommer Wunsch, fürchte ich, vor allem im Hinblick auf die realen Chancen momentan in einer vom Hass aufgeputschten Welt. Doch die Hoffnung aufzugeben hieße, jede Möglichkeit auf Verbesserung mit aufzugeben. 

Auf ein in vielerlei Hinsicht freundlicheres kommendes Jahr!