Es gibt die Goldmarie und die Pechmarie. Zumindest in Grimms Märchen.
Und dann gibt es noch die SandMarie. Die sitzt manchmal auf einer emiratischen Düne und lässt den Sand durch ihre Finger rinnen. So wie die Sandkörner herab, fließen dann gelegentlich Buchstaben durch ihren Sinn, welche sich zu Worten und Sätzen fügen: Über das Leben allgemein, das Leben als Expat in den Emiraten, über Menschen, Bücher (z.B. mein eigenes, s.o.), Erlebnisse....

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Sonntag, 5. April 2015

Besuch im Zoo von Al Ain


Afrika-Anlage im Zoo von Al Ain.
https://www.flickr.com/photos/dougbelshaw/4468731175/

Wohin gehen fast alle Kinder gern? Richtig, in den Zoo!
Das ist hier nicht anders als in Europa, und bei meinen Kindern nicht anders als bei anderen.
Die Schulferien rufen also geradezu danach, einmal wieder einen Abstecher in die Oasen-Stadt Al Ain im Osten des Emirats Abu Dhabi zu machen, in welcher sich ein schöner Zoologischer Garten befindet.


Die Anlage ist modern und großzügig gestaltet, überall gibt es Schattenspender.
Der Zoo in Al Ain hat sich vor allem Tieren der ariden und warmen Klimate verschrieben. So finden sich neben vielen anderen Arten auch einige Herden von auf der arabischen Halbinsel typischen Arten, wie der Arabischen Oryx-Antilope, welche 1972 in der Wildnis ausgerottet war, doch dank spezieller Zuchtprogramme später wieder zurück-ausgewildert werden konnte. 
Der Staatsgründer der VAE, Sheikh Zayed Al Nahyan, hatte rechtzeitig voll Weitsicht die Gefahren für den Naturschutz erkannt, welche durch die dramatisch vorangetriebene Modernisierung seines Landes den inidigenen Arten beii Flora und Fauna drohten. Er gründete 1968 den Zoo Al Ain im Bestreben, sowohl eine Zuchtstätte für bedrohte Arten als auch eine Bildungsstätte für seine Landeskinder zu schaffen.

Etwa 170 Arabische Oryx bilden heute die Zuchtherde des Al Ain Zoos in Abu Dhabi. In Abu Dhabi sollen bis 2012 rund 500 Tiere in einer neu geschaffenen Schutzzone ausgewildert werden. So konnte erfreulicherweise die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Arabische Oryx von stark gefährdet auf gefährdet zurückstufen. Heute leben in einigen arabischen Ländern wieder größeren Oryx-Herden frei (allerdings unter besonderem Schutz).


Giraffe auf Spaziergang
Tropenpflanzen fühlen sich hier wohl






Die Einrichtung mit seinen artgerechten Anlagen gefällt offensichtlich nicht nur ihren Bewohnern, welche dies mit erfreulichen Geburten- und Schlupfraten danken. Auch bei der Bevölkerung des Landes ist er ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Die Mauern der Gehege sind mit Sichtscheiben in Kniehöhe auch für die kleinen Besucher des Tierparks besucherfreundlich gestaltet, es gibt ein Spielgelände, schattig-grüne Parkanlagen zum Verweilen und diverse Kioske sowie eine Selbstbedienungsgaststätte fürs leibliche Wohl. 
Das Gequengel vor den niedlichen Plüschtieren aller Art im Zoo-Shop schließlich erklingt ziemlich international... - ob die Kinder dort nun dann "erfolgreich" sind oder nicht: In den Zoo Al Ain gehen sie immer wieder gern.

Durch die Vogelanlage kann man auf einer
Hochbrücke hindurch spazieren.
Nicht extrem unterbelichtet, sondern extrem
gemütlich: Für die Flughunde, welche nacht-
aktiv sind, bleibt im Dunkelhaus das Licht aus.




















Überdies existiert in Zusammenbarbeit mit der ADEC (Abu Dhabi Education Council) ein Schülerprogramm ähnlich dem, was wir in Deutschland als "Zooschule" in vielen großen Tiergärten kennen. Abgestimmt auf die Klassenstufe der Schüler werden besondere Führungen mit Lerneffekt angeboten.
Da der Bildungsauftrag an die Institution "Zoo" ernst genommen wird, erweitert man demnächst das Gelände des Streichelzoos sogar noch, welcher den hiesigen Kindern engeren Kontakt mit der Tierwelt ihres Landes und mit Tieren generell ermöglichen soll; überdies können sie sich dort dann auch mit einheimischen Pflanzen vertraut machen  - Äpfel und Tomaten wachsen nämlich auch hierzulande nicht im Supermarktregal, und Kartoffeln leben nicht schon immer als Puree-Pulver in einer Tüte!....


Sonntag, 6. April 2014

Die Wüsteninsel: Sir Bani Yas Island..... 3 Tage Paradies

Familienurlaub. Dieses Jahr nur drei Tage, dafür wunderschön.
Die Frühlingsferien der Kinder gaben uns Gelegenheit, ein emiratisches Kleinod zu erkunden: Sir Bani Yas. "Sir" bedeutet im Arabischen so viel wie "leer" oder "wüst", die Bani Yas sind eine einheimische Familie, die dort als Fischer und Perlentaucher lebte und der Insel ihren Namen gab.

 Wüsteninsel Sir Bani Yas

Heute ist es das größte Naturschutzgebiet der Emirate: Tourismus gibt es nur "sanft": Eine Handvoll Autos, um die Touristen zu ihren Übernachtungsmöglichkeiten zu fahren und noch einmal genauso viele Jeeps für Safaris. Der Rest ist per Rad, auf dem Pferderücken oder per pedes zu bewältigen.
Dafür ist man dann "mittendrin" in der Fauna der ariden Klimate dieser Welt, die hier frei umherschweifen!



Dhabis und Pfau mischen sich hier an den Wasserstellen mit vielen anderen Arten



  Die Arabische Oryxantilope (li.) wäre ohne das Eingreifen von Staatsgründer Scheich Al Nahjan hier längst ausgestorben; heute lebt auf Sir Bani Yas Island die größte Herde der Welt.

Scheich Zayid Al Nahyan
Oryxzuchtprogramm 

Auch Giraffen lassen es sich auf der heißen Insel wohl sein. (re.)

Die kleinen Dhabis (Namensgeber von Abu Dhabi = "Vater der Gazelle") laufen überall dort herum - sogar vorm Hoteleingang....









Einen Siebenschläfer hatte ich überhaupt noch nie gesehen; Siebenschläfer
Hier wuseln die possierlichen Nager erstaunlich agil herum - sogar im Geäst.


Auch andere Gazellen sowie marokkanische Bergschafe, Hirsche, Geparden, Strauße und andere Vögel haben hier ihre Heimat gefunden. (unten)