Es gibt die Goldmarie und die Pechmarie. Zumindest in Grimms Märchen.
Und dann gibt es noch die SandMarie. Die sitzt manchmal auf einer emiratischen Düne und lässt den Sand durch ihre Finger rinnen. So wie die Sandkörner herab, fließen dann gelegentlich Buchstaben durch ihren Sinn, welche sich zu Worten und Sätzen fügen: Über das Leben allgemein, das Leben als Expat in den Emiraten, über Menschen, Bücher (z.B. mein eigenes, s.o.), Erlebnisse....

Sonntag, 6. März 2016

Segeln, hinein in den Sonnenuntergang!


Vor dem Bug des Seglers Volvo 60 versinkt die Sonne im Golf von Arabien

Ein leichtes Schaukeln nur. Die Wellen gleiten unter dem Bootsrumpf hindurch wie Seide. Eine kühle Brise weht vom Meer und bläht die beiden Segel, treibt die "Volvo 60"-Yacht sanft, aber zügig  auf den Arabischen Golf hinaus. Wobei "kühl" hier eine angenehmere Kategorie ist als das, was wohl der erfahrene Nordseebär damit bezeichnen würde...

Blickt man übers Schiffsheck zurück, werden die Hochhaustürme der Abu Dhabi-Skyline immer kleiner; sie reflektieren das allmählich rötliche Sonnenlicht. Lässt man den Blick hingegen nach vorn, am Segel vorbei auf den Golf schweifen, macht sich die Sonne gerade bereit, einen an diesem Abend geradezu bilderbuchmäßigen Untergang hinzuzaubern - für Fotografen und Romaniker gleichermaßen.

Und dann sind sie auf einmal da: Fröhlich neben dem Kiel herziehende und manchmal mit Kopf und Flossen aus den orange gleißenden Wellen heraus grüßende Delfine! Nicht nur die Kinder auf der Volvo 60 sind in diesem perfekten Moment ganz aus dem Häuschen.

27 m hoch ist der hier erklommene mittlere Mast!
Segel in sanfter Brise























Wer einen solchen Abend an Bord einmal erleben möchte - und überdies einiges übers Segeln im Allgemeinen und auf diesem Boot im Speziellen lernen und vor allem MITMACHEN will - kann in Abu Dhabi eine Tour bei  http://pindarsailingabudhabi.com/ buchen.

Erfahrene Skipper sorgen für Spaß, Genuss, Erlebnis und auch sportliche Anstrengung sowie Wissenszuwachs gleichermaßen. Wobei "erfahren" die schiere Untertreibung ist: So ist beispielsweise Phillippe Falle, der CEO von Pindar Sailing Abu Dhabi, ein auf allen Weltmeeren erprobter Segler, welcher u.a. eine Rolex Fastnet Race gewonnen hat. Hier gibt's ein Interview mit dem aufgeschlossenen, umgänglichen Skipper.

Alle Unternehmungslustigen können hier beim Segeln mitmachen. Kleiner Steuermann ganz groß!

Alle, die mitmachen wollen, werden ins Setzen der Segel an der Winde, ins Kurshalten am Steuerrand, ins Vertäuen und Richtungsänderungen mit einbezogen. Da kann sich mancher am Steuer einmal ein wenig als Jack Sparrow im Piratenfilm fühlen!
Schnell wird jedem klar: Segeln ist anspruchsvoll und kann auch anstrengend werden. Dem alltäglichen Luxus dürfen die Skipper nicht allzu sehr verhaftet sein - ein Blick ins absolut spartanische Unterdeck, wo sich die Schlaf- und Aufbewahrungsmöglichkeiten befinden, zeigt: Auch bei langen Segeltörns (Phillippes längster dauerte 43 Tage nonstop, erzählt er) gehört der Segler vor allem dem Meer, den Winden und den Anforderungen des Boots.

Als die Sonne untergegangen ist und sich rasch Dunkelheit breit macht, hält die Volvo 60 mit den drei erfahrenen Crewmitgliedern und den rd. 15 "Hilfsmatrosen" des Tages an Bord wieder auf die Marina vor dem Emirates Palace Hotel zu, wo sie landen wird. 




Die erleuchtete Skyline der Stadt, vor allem aber das in seinen wechselnden Farben prächtig anzuschauende Luxushotel ziehen alle Blicke auf sich. Besonders der kurz vor der Einweihung stehende, neue Präsidentenpalast - welcher nur von der Seeseite her so gut sichtbare ist - wirkt mit seinen märchenhaft beleuchteten Gebäuden rechts davon wie nicht ganz von dieser Welt.


Die Etihad-Towers (links) und das Emirates Palace Hotel (rechts) in allabendlicher Festbeleuchtung

Und da! Kurz, bevor wir in die Marina einfahren, sind sie wieder an unserer Seite. Die Define - kaum 10 m vom Bootsrumpf entfernt. Im dunklen Wasser sieht man die Rücken aufglänzen, hört sie hineinplatschen und leise prusten. Ein unvergessliches Segler-Erlebnis geht für alle "stilecht" zu Ende.

Der neue Präsidentenpalast schimmert nachts gülden am Ufer wie eine Wasser-Fata-Morgana!

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